Illegale Drogen – eine Übersicht : Teil 2


Ein Mann der einen unrasierten Gutaussehende

Sicher nämlich, dass ab etwa drei Uhr nachts alle anderen, die noch unterwegs waren, ungefähr genauso DRAUF waren wie ich. Wir sitzen auf dem Rasen der Bäckeranlage im Kreis 4 in Zürich, trinken Bier und diskutieren über eine Zahl: 1,7 Kilogramm. Das ist die Menge Kokain, die gemäss der jährlichen Abwasserstudie der ETH-Wasserforschungsstelle Eawag in der Stadt Zürich konsumiert wurde. Und zwar jeden Tag. Dabei ist es zwanzig Jahre her, dass die Bäckeranlage von einem Polizeisonderkommando geräumt und abgeriegelt wurde, nachdem die Infektionsraten wegen dreckiger Spritzen immer mehr gestiegen waren. Heute krabbeln Kinder durch das Gras, und das Einzige, was hier noch steigt, sind die Wohnungsmieten. Eine offene Drogenszene gibt es in Zürich nicht mehr.

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Midazolam, das ein Beruhigungsmittel und kein Narkotikum ist, schlug nicht richtig an, sodass McGuire wieder aufwachte und die mit das Hydromorphon verursachte Atemlähmung bei vollem Bewusstsein mitbekam. Diese experimentelle und gänzlich unerprobte Mischung wurde noch bei einigen anderen TodeskandidatInnen angewendet, die oftmals dasselbe Schicksal erlitten wie McGuire, bis einige Bundesstaaten sich ein halbes Jahr später entschlossen, alle Hinrichtungen bis auf Weiteres auszusetzen. Die Meinung der amerikanischen Bevölkerung zu dieser Problematik ist gespalten. Tendenz sinkend. Dieser Verlauf wäre wohl außerdem die einfachste Lösung dieses Problems. Doch was ging nun bei Dennis McGuire schief?

Zusammenfassung

This is a preview of subscription at ease, log in to check access. Notes Besonderer Hinweis Dieses Kapitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils Sparbetrieb historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieses Kapitel ist aus einem Buch, das in der Zeit vor erschienen ist und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.

Der Zürcher Kokain-Report

Exkurs über die Rechtlosigkeit von Heimbewohnern 1. Wer ist behindert? Zuerst wird von der Benachteiligung und Diskriminierung Behinderter gesprochen, dann von Integration. Die Honoratioren erheben sich und beschwören mit geschultem Festrednerpathos, der Behinderte sei ein Mensch wie du und ich.


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